Uva di Troia

Im Süden Italiens wird die Rebsorte Uva di Troia als autochthone Sorte auf einer relativ kleinen Gesamtfläche von etwas über 3.000 Hektar angebaut. Wie man aus dem Namen schließen kann, könnte das Ursprungsgebiet tatsächlich Troja sein und durch die Griechen einst nach Süditalien importiert worden sein. Anderen Vermutungen nach aber könnte die Rebe auch aus Apulien stammen, denn hier gibt es einen Ort gleichen Namens. Letzteres scheint die wahrscheinlichere Möglichkeit zu sein. Man findet die Reben zumeist in den apulischen Provinzen Brindisi, Foggia und Bari, aber auch in Kampanien wird er in einigen Provinzen angebaut. Leider sind die Reben sehr anfällig für den Falschen und den Echten Mehltau, was sie letztlich nicht sehr ertragreich macht. Sie gelten im Allgemeinen als spätreifend. Die fertig gekelterten Weine sind dann aber von extrem hoher Qualität und sind in einigen DOC-Weinen zu finden. Uva di Troia ist von einer kräftigen, wunderschönen dunklen Farbe mit leichtem Violett-Stich, der Alkoholgehalt ist mit bis zu 14% recht hoch. Als Synonyme gelten unter anderem Trojaner, Uva di Canosa und Vitigno di Canosa.