Verrieseln

Als Verrieseln bezeichnet man bei einer Weinrebe das Abfallen der Blüten, hierzu können verschiedene Gründe führen: Waren die Frühlingstage mit dauernden Regengüssen gesegnet, kann die Photosynthese im Gewebe der Pflanzen nicht in dem Maße stattfinden, wie bei Sonnenschein. Auch eine übertriebene Verwendung von Stickstoff bei der Düngung kann eine Verrieselung fördern - eine Gefahr, die bei biologischem Anbau von Wein vollkommen vermieden werden kann, da organisch gedüngt wird. Des Weiteren können einige Pilzarten oder andere Schädlinge das Verrieseln ankurbeln. Es gibt aber auch Rebsorten, die schlichtweg zur Verrieselung neigen: Hierzu zählen die beiden Sorten Grenache und Malbec, die als wesentlich anfälliger gelten. An den verrieselten Stellen wachsen nur noch kleine, meist kernlose Früchte, die nicht selten deutlich süßer sind und auch durchaus erstklassige Weine ergeben würden, wenn sie nicht einen solch geringen Ertrag bringen würden.