Viognier

Der Viognier gehört zu den weißen Rebsorten und wird hauptsächlich in Condrieu angepflanzt. Aus Viognier wird dort in den Steillagen ein sehr kostbarer Wein hergestellt. Mittlerweile erfreut sich die Traube auch zunehmender Beliebtheit in der Region Languedoc-Roussillon und im Département Ardèche. Die Triebspitze der Rebe ist offen, weißwollig bis filzig behaart und hat einen grünlichen mit leicht rotem Anflug. Die blasigen, bronzefarben gefleckten Jungblätter sind spinnwebenartig behaart. Um eine gute Weinqualität erzielen zu können, muss eine Ertragsminderung durch eine Reberziehung durchgeführt werden. Diese Sorte ist labil gegen Mehltau, zur Verrieselung neigt sie jedoch kaum und sollte unbedingt trocken gelagert werden. Nach 15 bis 20 Tagen reift diese Rebsorte und ist somit ein früh reifender Wein. Der aus der Traube entstandene Wein hat ein sehr kräftige Farbe und ebenso einen stolzen Alkoholanteil. Sein süßlicher Duft erinnert nicht selten an den einer Aprikose oder Pfirsich, Veilchen oder Maiglöckchen. Es empfiehlt sich, ihn jung zu trinken und er passt hervorragend zu sämtlichen Fischgerichten. Die Forscher José Vouillamoz und Anna Schneider stellten im Jahr 2004 aufgrund einer mikrobiologischen DNA-Analyse fest, dass die Sorte Viognier mit der italienischen Sorte Feisa verwandt ist. Es gibt noch weitere Synonyme für den Viognier: Petit Viognier, Petit Vionnier, Viogné, Viogner, Vionnier und Galopine.