Weinbergschnecke

Die Weinbergschnecke ist die größte einheimische Gehäuseschnecke. Ihr Haus kann bis zu 7 cm breit sein, die gesamte Körperlänge kann bis zu 10 cm betragen. Sie stammt aus einer Zeit vor den Dinosauriern und stammt vermutlich aus Südeuropa.

Auch wenn der Name es vermuten lässt - in den Weinbergen findet man die Weinbergschnecke kaum noch, sei denn, der Betrieb wird ökologisch geführt. Aus den Weinbaugebieten wurden sie durch exzessive Düngung und etlichen Maßnahmen zur Schädlingsbekämpfung vertrieben. Das Gehäuse einer Weinbergschnecke besteht aus Kalk, daher ist es trotz der geringen Dünne sehr stabil. Ausgewachsen ist eine Weinbergschnecke nach drei Jahren, erst dann ist sie auch mit dem Hausbau fertig. Das „Baumaterial" gewinnt sie aus der Nahrung und deren Kalksalze. Es ist erwiesen, das die Weinbergschnecken auch Kalk vom Boden aufnehmen und verarbeiten können.

Weinbergschnecken mögen feuchte und schattige Plätze, saure Böden versuchen sie zu meiden. Ihr Essen suchen sich die Schnecken in der Nacht. Weinbergschnecken sind, wie jede andere Schneckenart auch, Zwitter - dass heißt, sie besitzen in ihren Geschlechtsorganen Samen wie Eier (das Begattungsteil liegt bei der Schnecke übrigens am Kopf).