Weinprobe

Bei einer Weinprobe kommt eine kleine Gesellschaft zusammen, um mit Hilfe der Sensorik Weine kennenzulernen und zu bewerten. Eine solche Gruppe können Weinspezialisten sein, aber auch nur Weinfreunde, Weinneulinge oder Sommeliers, die neue Weine kennenlernen möchten.

Die einfachste Bewertungsstufe ist „schmeckt" oder „schmeckt nicht"! Bei einer Weinprobe stellt man jedoch auch noch andere Fragen. Durch welche Sorten wird der Wein geprägt, wo wurden die Reben angebaut, wie wurde er ausgebaut, wurden Hefekulturen bei der Kelterung verwendet? - und noch viele mehr. Wer noch nie bewusst einen Wein „probiert" hat, wird erstaunt sein, welche Sinne es bedarf, um einen Wein wirklich in seiner ganzen Komplexität zu erfassen. Bewertet, beurteilt werden die Farbe, Temperatur, Konsistenz, Säure, Extrakt, Süße, Gerbstoffe und die Aromen.

Eine Weinprobe schult die Sensorik, die viele schon längst verloren haben. Sie eröffnet Erlebnisse - nicht nur in Form von bloßem Geschmack, sondern auch durch Eindrücke, die neue Türen öffnen.

Wir sehen, fühlen, riechen und schmecken die Bandbreite eines Weines. Leider ist man viel zu sehr vom visuellen geprägt. Hier lernt man, dass man Rotwein als solchen auch mit verbundenen Augen schmecken kann.